I- Träger für den Tisch
In der Welt der Architektur spielt der I-Träger eine zentrale Rolle. Er ist das Element, das Lasten aufnimmt, Kräfte leitet und Strukturen überhaupt erst möglich macht. Und obwohl er enorme Belastungen tragen kann, bleibt er oft erstaunlich schlank.
Genau diese Qualität macht den Träger auch für den Möbelbau so interessant. Seine konstruktive Klarheit, seine Effizienz und seine zurückhaltende Eleganz lassen sich in einen neuen Maßstab übersetzen.
Dieser Tisch greift das Prinzip des I-Trägers auf und überführt es in ein Möbelstück: massiv in seiner Erscheinung, kraftvoll in seiner Präsenz – und doch geprägt von einer inneren Logik, die aus dem Bauen kommt.
Bewegung ohne Bewegung
Das Untergestell lebt von einem spannenden Zusammenspiel aus Klarheit und Irritation.
Die 10 mm starken Aluminiumbeine sind als T-Profil ausgebildet – technisch präzise, fast konstruktiv gedacht, und dennoch mit einer leichten Selbstverständlichkeit in den Raum gestellt. Die Zarge aus Flachstahl verbindet die Elemente logisch und reduziert, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
Besonders auffällig ist jedoch der Fuß:
Er wirkt wie eine Rolle – und zugleich wie eine, die bewusst stillgelegt wurde. Dieses Detail kippt die Wahrnehmung. Was zunächst nach Mobilität aussieht, entpuppt sich als bewusste Entscheidung für Standfestigkeit. Ein Moment der Irritation, der dem Entwurf Charakter verleiht.
Massivholztisch Blüte
Das Produkt spricht für sich selber. Die doppelte Platte ermöglicht die stabile Konstruktion.
Massivholztisch auf Alukorpus
Das Produkt spricht für sich selber.Der Korpus ist ein stranggepresstes Profil in eloxierter Oberfläche. Die Hülsen, die die Füsse halten sind an den Profil befestigt.
Massivholztisch mit stranggezogenen Korpus
Durch meine Zusammenarbeit mit Leuchtenherstellern komme ich oft an Haufen weißer Strangprofile vorbei. Teilweise im Lager, teilweise in Containern, um die Reste wieder einschmelzen zu lassen. Da liegt die Idee nicht fern, auch einen Tisch mit einem solchen Untergestell zu entwickeln.
Unter Tisch mit Zwischenraum
Die Idee von diesem Tisch war, einen leichten, aber doch stabilen Tisch herzustellen. Er ist in 5 mm pulverbeschichteten Aluminium gedacht, würde mal zweifarbig ausgeliefert und beherbergt in seiner Mitte eine kleine Ablagefläche. Es findet ein Spiel von Quadrat und Kreis statt. Die doppelte Führung des Bleches im unteren Bereich der Füße führt zu einer Erhöhung der Statik.
Ein Bonbon für die Wohnung
Dieser Beistelltisch setzt farbenfrohe Akzente im Raum. Die elliptische Tischplatte aus grünem Glas schwebt auf einer konstruktiven Basis, deren Form sich aus dem Kreis ableitet. Eine harmonische Verbindung aus Geometrie und Farbe – fast wie ein Bonbon für das Auge.
Bunte Diener
Gestalte ich Möbel, so steht am Anfang immer eine Idee. Der Architekt versucht dann, diese Idee entweder weiter zu verfeinern oder das Möbelstück in seiner Erscheinung noch klassischer zu gestalten. Diese Beistelltische stammen aus meiner Kollektion Swiss Edition und sind ein Paradebeispiel für minimalistisches Design. Sie basieren auf den geometrischen Grundformen Quadrat und Kreis und zeichnen sich durch ein Kreuz in der Fußkonstruktion aus – eine Form, die für jeden Grafiker als die stärkste gilt.
Mal eben nachschauen
Das Arbeiten hat sich verändert. Besonders in der Freizeit und im häuslichen Kontext ist ein herkömmlicher Schreibtisch oft überflüssig geworden. Es braucht nur eine Möglichkeit, um an einem Laptop schnell etwas nachzuschauen. Dieser Möbelentwurf greift das Thema des fehlenden Untergestells auf und integriert es in die Gestaltung.
Ich empfehle eine Montage in einer Höhe von 1,10 m. Zunächst werden die beiden tragenden Elemente an der Wand befestigt. Anschließend wird der Schubkasten als drittes Element eingeschoben, gefolgt von der Tischplatte, die auf die linke runde Tragleiste aufgesetzt und in die rechte Tragseite arretiert wird. So entsteht eine markante, blaue Fuge zwischen Tischplatte und Schubkasten.
Tree-collektion
Auf der Suche nach neuen Ideen für Möbel tausche ich mich gerne mit Architektenkollegen aus. Eine besondere Herausforderung sehe ich darin, ein Möbelstück zu entwerfen, ohne den Nutzer persönlich zu kennen. Bei einem solchen Gespräch entstand die Idee, den Baum als Nutzer zu wählen.
Daraus entwickelte sich dieser Entwurf: Ein “Ast”, der in eine Fuge greift und sich unter Spannung in eine Tasche oder die Tischplatte verhakt. Die Füsse sind aus Eschenholz gedacht, ähnlich wie bei einem Hammerstil oder einem Bogen, da dieses Holz für seine Elastizität bekannt ist. Diese Gestaltung ermöglicht eine Zweiteilung der Tischplatte, sodass in der Mitte verschiedene Materialien eingesetzt werden können.
Das Duell
Jede Form transportiert ein Gefühl – das wird bei diesem Möbelstück besonders deutlich. Es erinnert mich an einen Cowboy, der mir selbstbewusst gegenübersteht und mich zu einem wortlosen Duell herausfordert. Die Form spricht für sich und hat etwas Spielerisches, fast als ob das Möbel Sie ebenfalls zum Aufräumen herausfordern würde.
Die Konstruktion folgt einer stabilen Brückenarchitektur und ist darauf ausgelegt, mühelos den Anforderungen moderner Arbeits- und Wohnräume standzuhalten. Und obwohl Ordner heutzutage fast schon nostalgisch wirken, bietet dieses Möbel großzügigen Raum für wichtige Dokumente und abgeschlossene Projekte – alles mit einem Hauch von Charme und einer ordentlichen Prise Charakter.
Wohnzimmertisch aus Esche
In meinem Studium war ein Tisch schnell gebaut: zwei Böcke und ein altes Türblatt. Als Architekt frage ich mich heute, ob sich diese einfache Konstruktion auch gestalterisch hochwertig umsetzen lässt. Diese Tischkonstruktion, die für mich etwas Japanisches ausstrahlt, ist im Grunde eingesteckt und gleichzeitig statisch intelligent gelöst.
Die Füße werden durch die Tischplatte geschoben und von einer Leiste unter dem Tisch zurückgehalten, die auch an der Oberfläche sichtbar ist. Die leicht schräg aufgestellten Beine mit den zusätzlich sichtbaren, aussteifenden, Seilen sorgen dafür, dass jede Belastung den Tisch noch stabiler werden lässt.
Konkav-Konvex
In meinem Studium in Düsseldorf erinnere ich mich noch gerne an meinen Professor Schwalbenhofer, der uns den Unterschied zwischen konkav und konvex auf humorvolle Weise beibrachte. Sein Ausspruch: „Der Bauch wächst, das ist konvex.“ 30 Jahre später entstanden diese beiden Tische als Hommage an ihn. Sie lassen sich nahtlos aneinanderfügen, doch jeder einzelne Tisch kann mit seinem Zwilling unterschiedliche Zwischenräume schaffen, die mit passenden Schalen geschlossen werden können. Die Nutzung dieser Schalen bleibt der Kreativität des Nutzers überlassen.
Beistelltisch Grey
Was in den 1920er- und 1940er-Jahren poliertes Chromrohr für das Möbeldesign bedeutete, ist für mich heute schwarzer, matter Flachstahl. Mein Entwurf eines Beistelltisches interpretiert den ikonischen Glastisch von Eileen Gray auf moderne Weise neu. Während das Original durch elegante Rundungen und Chrom besticht, zeichnet sich mein Design durch eine klare, technische Ästhetik aus. Der Tisch wirkt bewusst technolitisch und hinterlässt die Gestaltung der klassischen Moderne hinter sich, um in die Gegenwart zu treten.
Beistell auf einem Bein
Diese Beistelltische möchten nicht als dienende Möbel wahrgenommen werden; sie sind vielmehr Skulpturen. Sie spielen mit den geometrischen Formen des Dreiecks und des Kreises und vermitteln gleichzeitig eine dynamische Bewegung, die den gesteckten Rahmen verlässt.
Tisch für den Erker
Eine Kundin wünschte sich einen Tischentwurf für ihren Erker. Den klassischen Formen des Freischwingers wollte ich etwas entgegensetzen – und zugleich eine gestalterische Einheit schaffen. Der Tisch nimmt die Ausrichtung des Erkers auf und holt den Garten, der sich davor öffnet, gewissermaßen in den Raum hinein.
Die typischen Bauhaus-Freischwinger werden hier nicht zitiert, sondern durch eine neue Formensprache ersetzt, die Leichtigkeit und Eigenständigkeit verbindet. Für die Tischplatte hatte ich ursprünglich weißen Marmor vorgesehen – ein Material, das für Klarheit und Ruhe steht. Doch der Kundin erschien es zu kühl.
Ein Tisch für die Tiefe
Das Thema Unterwasserwelten hat mich zu einem Möbel inspiriert, das leicht, organisch und zugleich stabil wirkt – fast so, als könnte es sich im Raum bewegen. Entstanden ist ein Tisch, dessen Gestell an die Tentakel einer Qualle erinnert. Es trägt die runde Platte mit einer Selbstverständlichkeit, die zwischen Schweben und Stehen oszilliert.
Das gezeigte Foto zeigt den Tisch in einer Umgebung, die von der Idee des Meeresraums lebt. Hier entsteht eine poetische Verbindung zwischen Natur und Architektur – zwischen der Ruhe der Tiefe und der Bewegung des Alltags.