Sessel Futur Alu

Bei der Futur Edition möchte ich zeigen, dass ein und dasselbe Polster mit unterschiedlichen Varianten eines Untergestells kombiniert werden kann. (Die anderen Varianten unter “Sonstiges”)
Dabei geht es weniger um persönliche Vorlieben, sondern vielmehr darum, verschiedene gestalterische Möglichkeiten sichtbar zu machen.

Der Fokus liegt nicht auf einem bestimmten Geschmack, sondern darauf, aus jedem gestalterischen Thema das Maximum an Form, Ausdruck und Qualität herauszuholen.

Sessel Frog

Der Sessel besitzt eine eigensinnige, fast eigenwillige Form. Und doch scheint er vertraut – als hätte die Natur bereits Vorbilder dafür geschaffen. In ihm lassen sich Anklänge an einen Frosch erkennen, vielleicht auch an eine Schildkröte.

Das Möbel strahlt Ruhe aus. Es wirkt bodenständig und einladend – als würde es ganz selbstverständlich zum Hinsetzen auffordern.

Sessel mit Kopfhörer

Ich liebe es, durch die Schaufenster hochwertiger Einrichtungshäuser zu blicken – am liebsten auf Loungechairs. Doch oft erscheinen mir die Möbel zu massiv, sie nehmen viel Raum ein und wirken beinahe schwer.

Die Variante, die ich hier entwickelt habe, basiert auf der Kugel. Sie ist ein Spiel aus Proportionen, Materialstärken, Winkeln und statischer Balance. Jede Form baut auf der anderen auf, alles steht in einem Zustand des Gleichgewichts.

Im Entwurfsprozess wurde mir deutlich, wie sensibel dieses Gefüge ist: Verändert man eine Kleinigkeit, gerät der gesamte Kanon aus der Balance – und muss neu gedacht werden.

Kugel Sessel

Dieser Sesselentwurf ist sicherlich nicht für jedermann gedacht. Zu eigenwillig, zu besonders – und genau darin liegt für mich seine Stärke.

Er ist veränderbar, offen für Interpretation und Nutzung. Die Kinder meines Bruders hätten vermutlich sofort ihre Freude daran: ein eigener kleiner Rückzugsort, fast wie eine Raum-in-Raum-Situation.

Ein Platz zum Zocken, Abschalten oder einfach zum Verschwinden in der eigenen Welt.

Ein Sitzmöbel das selber sitzt

Der Tischler, der dieses Sitzmöbel baut, muss sein Handwerk wirklich beherrschen. Zwei Schalen entstehen, die sich gegenseitig durchdringen und präzise aufeinander abgestimmt sind.

Es ist keine einfache Konstruktion, sondern ein Zusammenspiel von Form, Spannung und Genauigkeit.

Am Ende entsteht eine Sitzmöglichkeit, die fast so wirkt, als würde sie selbst sitzen.

Sessel Diagonal

Dieser Sesselentwurf ist auf das Wesentliche reduziert. Man sitzt gewissermaßen diagonal im Sessel, wodurch eine überraschend bequeme und zugleich klare Sitzposition entsteht. Durch diese Konstruktion wird Material eingespart und die Einfachheit der Form konsequent gesteigert. Das Möbel lebt von seiner klaren Idee: mit möglichst wenig Mitteln eine prägnante und funktionale Sitzgelegenheit zu schaffen.

Jeans Sofa

Dieses Modell für junge Familien verbindet lebendige Formen mit durchdachter Funktionalität. Die weichen, organisch geschwungenen Konturen laden zum Wippen, Kuscheln und Ausruhen ein. Die abnehmbaren Armlehnen ermöglichen eine flexible Nutzung: Mehrere Sessel lassen sich im Handumdrehen zu einem Sofa verbinden oder beliebig erweitern. Ohne Armlehnen entsteht eine offene Form, die einlädt zum Hineinkriechen – fast wie ein moderner „Freischwinger“ zum Wohlfühlen.Ein Möbelstück, das mitwächst – mit Kindern, mit Anforderungen, mit dem Leben.

Sessel Jack

Klar, eigenständig, komfortabel: Der Sessel Jack verbindet reduziertes Aluminiumgestell mit weichen Polsterformen. Die markante Linienführung und der Wechsel der Materialien verleihen ihm Charakter – ob im Wohnraum, im Loungebereich oder im Wartezimmer. Jack ist vielseitig, farbvariabel und lädt zum Verweilen ein.

Dynamik im Design: Der Sessel im Spiel von Formen und Materialien

Dieser Sessel besticht durch den spannenden Kontrast zwischen harten und weichen Materialien. Besonders hervorzuheben ist das wiederkehrende Thema des Kreises, das sich in den Details widerspiegelt. Die Form des hinteren Fußes greift dabei auf Design-Elemente zurück, die bereits Jean Prouvé in seinen Möbelentwürfen verwendet hat – die dreieckige Struktur. Auch wenn diese Gestaltung in der Geschichte des Möbeldesigns nicht einzigartig ist, fügt sie sich in diesem Entwurf harmonisch ein. Hier wird die dynamische Linie gegen die statische Form gesetzt, wodurch eine Balance zwischen Bewegung und Ruhe entsteht. Die Verwendung dieser Form unterstützt die Idee, die Spannung zwischen Stabilität und Leichtigkeit zu visualisieren.

Stuhl aktiv

Stahlrohrmöbel sind seit 100 Jahren in Mode. Der Grund dafür liegt in ihrer Ästhetik und dem Kontrast zwischen Linie (Rohr) und Fläche (Bespannung). Zur Zeit des Bauhauses in Dessau wurde das Rohr jedoch verchromt. Heute wagen es auch die Hersteller der Klassiker, dem Rohr Farbe zu geben. Die ersten Rohrmöbel wurden aus der Luftfahrt abgeschaut, wo leichte Konstruktionen entwickelt wurden. Der hier gezeigte Stuhl soll das aktive Sitzen fördern, eine Lösung für Probleme, die es vor 100 Jahren noch nicht gab.

Sonnenliege+

Warum ist der klassische Liegestuhl eigentlich immer ein Einzelgänger?
Er steht für sich. Der Tisch daneben. Der Schirm irgendwo dahinter.
Alles funktioniert – aber nichts gehört wirklich zusammen.

Mich hat genau das interessiert:
Kann man diese Elemente so denken, dass sie eine Einheit bilden, ohne ihre Freiheit zu verlieren?

Homage a Colani

Luigi Colani war für mich ein faszinierender Gestalter. Sein markanter Stil und seine oft organischen, fließenden Formen haben mich schon früh beeindruckt. Diese Liege ist meine Hommage an ihn, und ich hoffe, sie hätte ihm gefallen.

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Liege Jona in Fachwerk

Bei der Liege Jona kann die Betonrolle in verschiedenen Positionen arretiert werden. Dadurch lässt sich nicht nur die Funktion, sondern auch die Erscheinung der Liege verändern. Gestalterisch entsteht ein spannendes Spiel zwischen offenen und geschlossenen.

Liege Paul

Diese Liege besteht aus einer leichten Alufläche, die in einen Betonsockel eingesetzt wird. Gestaleterisch gibt es das Thema der Kerbe.

 100 Hocker – Eine inspirierende Idee

Fabian Weber aus Luzern hat das spannende Projekt "100 Hocker" ins Leben gerufen, das unter www.100hocker.ch zu finden ist. Sein Ziel: 100 individuelle Hocker-Designs zu sammeln. Bisher sind bereits 25 Hocker entstanden, und ich finde diese Idee großartig.

Mich hat es direkt gereizt, auch einen Beitrag zu leisten. Dabei ist dieser Entwurf entstanden — dynamisch und eigenständig. Leider erfordert die Umsetzung den Bau eines Prototyps, was immer eine gewisse Herausforderung darstellt. Aber genau das ist doch der Reiz an solchen Projekten, oder?

Innovativer Freischwinger:

Bei diesem Entwurf zu einem Freischwinger habe ich die Rückenlehne anders angeordnet, was zu zahlreichen funktionalen Herausforderungen führt, die gestalterisch gelöst werden müssen. Ein zentrales Element dabei ist das Spannen des Stoffes.

Gastrochair

Dieses Sitzmöbel aus eloxiertem Aluminium mit einer eingeklickten Sitzfläche aus Kunststoff, ist ein elegantes Aussenmöbel für die Gastronomie. 

Moskito Arbeitshocker

Als Architekt hat man immer einen Lieblingsarchitekten. Oder viele. Ich kann mich nicht festlegen. Einer aber, der mich immer wieder fasziniert, ist Norman Foster – mit seinen klaren Linien, seiner Begeisterung für Aluminiumdetails und seiner Fähigkeit, Funktion und Form zu vereinen.

Wenn er nicht benutzt wird, klappt die Sitzfläche nach oben und der Hocker wird zur stillen Skulptur – oder besser gesagt: zum akustischen Helfer. Denn die Polster können schallabsorbierend wirken und so die Raumakustik verbessern.

Neue Interpretation eines Klassikers

Charles und Ray Eames haben mit ihren Drahtmöbeln Ikonen der Sitzkultur geschaffen. Ihre filigrane Konstruktion aus Rundstahl war konsequent auf das Wesentliche reduziert – der Unterbau verschwand dezent in den Füßen und ließ die Sitzschale optisch schweben.

Bei meinem Entwurf dieses Hockers greife ich diesen Gedanken auf, verschiebe jedoch die tragende Konstruktion bewusst unter die Sitzfläche. Die filigrane Struktur bleibt sichtbar, wird zum gestalterischen Element und verleiht dem Möbel eine technische Leichtigkeit.

Vielseitig und charakterstark

Dieser Barhocker fügt sich mühelos in jede Umgebung ein – ob in die lebendige Atmosphäre einer Wirtschaft oder in die entspannte Offenheit einer Wohnküche. Mit seiner weichen, organischen Form bildet er einen spannenden Kontrast zu den klaren, oft streng rechteckigen Linien moderner Küchenmöbel.

Hocker für den Arbeitsplatz

Diesen Hocker stelle ich mir eher an meinem Arbeitsplatz vor, wenn ich den Tisch hochgefahren habe. Ich kann mich anlehnen, kurz absetzen und die Knie dabei leicht anwinkeln.

Im Sog der Stille

Ein Möbelstück wie eine Geste.

Dieser Hocker wirkt, als hätte ihn der Wind berührt – seine Linien deuten Bewegung an, ohne sie auszuführen. Eine Form, die sich zurücknimmt und dennoch spricht.

Die Gestaltung folgt keiner Mode, sondern einer inneren Logik. Reduktion statt Effekt – Eine Andeutung, kein Abschluss.

Bodensessel für achtsames Sitzen

Der Entwurf vereint skulpturale Präsenz mit funktionaler Offenheit. Die Sitzschale wird im 3D-Druckverfahren hergestellt und anschließend mit hochwertigem Filz belegt. Das ermöglicht nicht nur eine präzise Formgebung, sondern auch eine angenehme Haptik und eine ruhige Ausstrahlung.

Der Sessel versteht sich als Grundmodul, das individuell ergänzt werden kann: durch Kissen, Matten oder Polster, die je nach persönlichem Bedürfnis oder Ritual hinzugefügt werden.

Aussenmöbel aus Europalette

Dieser Entwurf entstand während meines Urlaubs in Italien. Die einfachen Außenmöbel, teilweise aus Paletten, das strahlende Licht und die bunten Farben der Umgebung haben mich nachhaltig inspiriert.

Es war mir ein Anliegen, die spielerische Leichtigkeit und die gestalterische Freiheit des italienischen Möbeldesigns in meine eigene Sprache zu übersetzen.

Das Ergebnis ist ein Entwurf, der robust, farbenfroh und modular funktioniert – irgendwo zwischen südländischer Improvisation und konstruktiver Klarheit.

Blumenhocker

Einige meiner Möbelentwürfe basieren auf Aufgabenstellungen aus meinem Unterricht. Ein besonders interessantes Thema war die Umwandlung einer Fläche in eine dreidimensionale Form. So entstand dieser Hocker.

Er wird mithilfe einer fünfachsigen CNC-Fräse gefertigt, was eine präzise und detaillierte Herstellung ermöglicht. Die einzelnen Teile des Hockers werden durch farbige Schnüre miteinander verbunden. Dies ist nicht nur eine funktionale Verbindung, sondern sie setzt auch einen ästhetischen Akzent setzt.